Die Elektronische Nachweisverordnung

Die wichtigsten Fragen und Antworten:

  1. Was ist die gesetzliche Grundlage?
    Mit der Novelle der Nachweisverordnung vom 20.10.2006 hielt das elektronische Abfallnachweisverfahren (eANV) Einzug in das deutsche Abfallrecht und trat am 01.02.2007 in Kraft.

  2. Was ist das Ziel des Gesetzes?
    Weniger Bürokratie, geringere Kosten, einfache Datenübermittlung und bessere Überwachung sind das Ziel.

  3. Wer ist von der Nachweisführung betroffen?
    Das eANV ist von allen Unternehmen anzuwenden, die gefährliche Abfälle erzeugen, befördern oder entsorgen.

  4. Ab wann gilt die Nachweisführung?
    Das eANV ersetzt seit dem 01.04.2010 die herkömmlichen Papierbegleitscheine.

  5. Wie funktioniert der praktische Ablauf?
    Der Erzeuger unterzeichnet spätestens bei der Übergabe der Abfälle, der Beförderer spätestens bei der Annahme in der Entsorgungsanlage. Voraussetzung ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen Abfallerzeuger und Abfallbeförderer. Achten Sie darauf, die Signatur-Reihenfolge einzuhalten (1. Erzeuger, 2. Beförderer, 3. Entsorger).

  6. Wer koordiniert die elektronische Kommunikation?
    Die Kommunikation der Beteiligten erfolgt über die Zentrale Koordinierungsstelle (ZKS).

  7. Wie funktioniert die elektronische Signatur?
    Dafür ist ein spezieller Signaturkartenleser der Klasse 2 erforderlich sowie mindestens eine Signaturkarte. Diese sind immer personenbezogen. Sie erhalten die Signaturkarten bei den Industrie- und Handelskammern.

  8. Brauche ich spezielle Software, um an der elektronischen Nachweisführung teilnehmen zu können?
    Für die Teilnahme über Online- Portale benötigen Sie keine zusätzliche Software. Die Nutzung erfolgt über den Internetbrowser.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.zks-abfall.de.